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LeoNilde Carabba, die am 28. November 1938 in Monza geboren wurde und heute in Sesto San Giovanni (Mailand) lebt, begann sich während ihrer Schulzeit auf dem Internationalen Gymnasium für Poesie und Malerei zu interessieren. In den fünfziger und sechziger Jahren entwickelte sie sich in der Mailänder Künstlerszene weiter. 1961 hat sie ihre erste Ausstellung im Numero in Florenz. In den darauf folgenden Jahren ist sie immer stärker in der Künstlerszene engagiert, vor allem in Mailand, Rom und Florenz, und kommt in den Genuß der Unterstützung großer Künstler wie Hsiao Chin, Enrico Bay, Roberto Crippa, Castellani, Turcato, Bonalumi, Cristo, Tancredi, Fautrier, Piero Manzoni, Pino Pascali und Accardi, von denen ihr Schaffen beeinflusst wurde. Es war Lucio Fontana, der eine der ersten Ausstellungen der Künstlerin präsentierte. 1966 begann sie mit den Experimenten zur Lichtbrechung und es gelang ihr, durch die Verwendung winziger Glaskügelchen eine Oberfläche zu erhalten, deren Leuchtkraft sich je nach Blickwinkel des Betrachters änderte, ohne dass mechanische Hilfsmittel dazu notwendig waren. 1968 widmet sie sich der Kunstkritik und veröffentlicht Abhandlungen und Rezensionen in den Zeitschriften “GALA” und “AL-2”. Ab 1970 werden ihre Bilder oft zusammensetzbar, um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben - deren Voraussetzungen sie bereits mit der Veränderbarkeit vom Licht geschaffen hat, mit dem Bild in Verbindung zu treten und sich damit von der statischen und passiven Betrachtung zu lösen. In einer ihrer poetischen Erklärungen aus dem Jahr 1971 spricht Carabba über ihre Arbeit und sagt: “meine Poesie definiert sich mit dem Konzept der Kunst als Spiel, der Kunst als Leben, der Kunst als ununterbrochene Neuentdeckung des eigenen Wesens in der Welt”. In den siebziger Jahren engagiert sich die Künstlerin stark in der Frauenbewegung und ihre Arbeiten befreien sich von dem geometrischen Ansatz, werden flüssiger, Motive wie Meere, Himmel, Bäume und geologische Darstellungen der Erdkruste setzen sich auf ihren immer größeren Leinwänden durch. 1982 beginnt sie, mit Holz zu arbeiten. Sie zieht nach Bolinas (Kalifornien), wo sie fünf Jahre ihres Lebens verbringt. über ihre Arbeit spricht Pierre Restany: “... man braucht der lyrischen Morphologie der Sprache von LeoNilde Carabba nur einen Augenblick widmen, um die so offensichtliche Wahrheit zu erkennen: diese Art von Malerei wird mit Haut und Haaren, mit dem Blut und mit dem Herzen gemacht. Wer sich dieser Sprache bedient, der ist bereit, neue Lektionen über das Leben zu lernen, und in der Lage, sich dem eigenen Schicksal gegenüber mit vollkommener Großzügigkeit zu stellen.” 1988 kehrt die Künstlerin nach Mailand zurück. In den letzten Jahren werden ihre Arbeiten immer raffinierter und drehen sich um tiefgreifende Symbole. Riccardo Barletta schreibt: “... Symbole, die weder Zeit noch Ort haben, da sie in allen Zeitaltern und in allen Kulturen anzutreffen sind. Der Heilige Berg, das Labyrinth, der Sonnenstern, die Zikkurat, die Pyramide, das Mandala. Es handelt sich um ein Vokabular, wo jedes Wort seine eigene Bedeutungskraft hat.”
Kürzlich hat die Lem Art Gruppe für den internationalen Markt ein Poster publiziert: „Planetarium: Spirale der großen Mutter und Chirons Himmel“
Es handelt sich um das erste von acht Postern.
Die Werke von LeoNilde Carabba sind unter anderem auf der Webseite der Londoner Saatchi Gallery (
http://www.saatchi-gallery.co.uk/yourgallery/) veröffentlicht.
Dort kann man auch ihre jüngste Dvd ansehen „Danzando intorno all’uno“ (Tanz rund um das Eine). Die Musik hat Marcela Pavia komponiert.
Im
Frühling 2009 wird LeoNilde zusammen mit den „Maestri di Brera“ (Mailänder Künstlergruppe) ihre Werke im Duolon Museum in Shanghai ausstellen.